Wechsel an der Spitze der GGL: Hochgrebe übernimmt rotierenden Vorsitz im Verwaltungsrat
Geschrieben von Parker Lorenz · 11.8.2026

Wechsel an der Spitze der GGL: Hochgrebe übernimmt rotierenden Vorsitz im Verwaltungsrat

Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin, hat am 1. Juli 2026 den rotierenden Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder übernommen, und dieser Schritt markiert den Beginn einer Phase, in der die Behörde die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet.
Die Übergabe des Vorsitzes und ihre organisatorische Einbettung
Die Übernahme erfolgt turnusmäßig, während die GGL bereits umfangreiche Vorbereitungen für die Prüfung des GlüStV 2021 trifft, der unter anderem Online-Casino-Spiele wie Roulette reguliert, und Beobachter verfolgen, wie sich diese personelle Veränderung auf die anstehenden Bewertungsprozesse auswirkt. Hochgrebe bringt als Vertreter Berlins Erfahrungen aus der Innenverwaltung mit, die nun in die Leitung des Gremiums einfließen, während die Behörde gleichzeitig ihre Koordinierungsaufgaben zwischen den Bundesländern fortsetzt.
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 im Fokus der Evaluierung
Der GlüStV 2021 bildet die rechtliche Grundlage für die Regulierung von Online-Glücksspielangeboten einschließlich Tischspielen wie Roulette, und die bevorstehende gesetzliche Überprüfung soll erstmals systematisch die Wirksamkeit der Regelungen in den Bereichen Spielerschutz, Marktkanalisierung und Bekämpfung illegaler Angebote untersuchen. Forscher und Behördenmitarbeiter haben bereits erste Datensammlungen initiiert, die in den kommenden Monaten ausgewertet werden, und die Ergebnisse sollen als Basis für mögliche Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen dienen.

Vorbereitungen der GGL auf die anstehende Prüfung
Im August 2026 laufen die internen Abstimmungen zwischen den Ländern weiter, während die GGL unter Hochgrebes Leitung die methodischen Grundlagen für die Evaluierung festlegt, und dabei stehen Aspekte wie die Wirksamkeit von Spielerschutzmaßnahmen sowie die Steuerung legaler Angebote im Mittelpunkt der Planungen. Die Behörde sammelt statistische Daten aus den ersten Jahren der Anwendung des Vertrags, und diese Zahlen bilden die Grundlage für eine objektive Bewertung der Marktentwicklung sowie der Durchsetzung gegen nicht lizenzierte Anbieter.
Regulatorische Aufgaben und Koordination der Länder
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder koordiniert die Umsetzung des GlüStV 2021 auf Bundesebene, und der rotierende Vorsitz wechselt regelmäßig zwischen den Vertretern der Länder, was eine gleichmäßige Beteiligung aller beteiligten Bundesländer sicherstellt. Hochgrebe übernimmt diese Funktion zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorbereitung der Evaluierung zusätzliche Abstimmungsbedarfe erzeugt, und die Behörde nutzt etablierte Kommunikationskanäle, um die Interessen der einzelnen Länder in den Bewertungsprozess einzubringen.
Relevanz für die Regulierung von Online-Glücksspielen
Der GlüStV 2021 regelt neben Sportwetten auch Online-Casino-Spiele wie Roulette und legt Anforderungen an Lizenzierung, Werbung sowie technische Sicherheitsstandards fest, und die Evaluierung soll zeigen, inwieweit diese Vorgaben die angestrebten Ziele erreichen. Die GGL führt bereits jetzt erste Analysen durch, die Aufschluss über die Entwicklung des legalen Marktes geben, und diese Erkenntnisse fließen direkt in die Vorbereitung der gesetzlichen Prüfung ein, die für die kommenden Jahre geplant ist.
Fazit
Die Übernahme des Vorsitzes durch Christian Hochgrebe zum 1. Juli 2026 erfolgt parallel zu den Vorbereitungen auf die erste umfassende Evaluierung des GlüStV 2021, und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder nutzt diesen Übergang, um die notwendigen organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen für die Bewertung von Spielerschutz, Marktkanalisierung und Durchsetzung gegen illegale Angebote zu schaffen. Die Arbeit der Behörde konzentriert sich weiterhin auf die Koordination zwischen den Ländern sowie auf die Sammlung und Auswertung relevanter Daten, die in den kommenden Monaten eine fundierte Einschätzung der bestehenden Regulierung ermöglichen.